Eine aktive Gruppe aus dem Naturheilraum trifft sich bei Bedarf unter dem Motto „Bäume für die Zukunft“ zu Initiativen in der Gemeinde und in deren Umfeld. Zum Beispiel für die Entwicklung von Mitweltoasen im Ort. Vor kurzem wurde es politisch.
Wir haben zufällig die radikale Schlägerung eines alten, sehr besonderen Auwaldes auf der Stockerauer Donauseite entdeckt. Beim Verweilen an diesem Ort wurde deutlich spürbar und sichtbar, dass da ein vitaler Lebensraum von Vögeln, Amphibien, Kleinsäugern und Insekten nachhaltig zerstört worden ist
Wofür diese Radikalität? Im besten Fall um Häckselmaterial für Hackschnitzelheizung zu gewinnen und um den Platz für den Anbau von Hybridpappeln frei zu machen.
Bewegt durch die Trauer um diesen wertvollen Au Urwald haben wir uns am 16.02. getroffen und sind zum Tat-Ort gefahren um gemeinsam das vergangene Leben zu würdigen. Tafeln der ehemaligen Bewohnerinnen haben uns an die Vielfalt erinnert. Die, auf Stammabschnitte aufgemalten weinenden Augen, haben dabei unserer Betroffenheit Ausdruck verliehen.
In der Folge wurde diese Woche die Umweltanwaltschaft mit Fotos, Informationen und einer Situationsbeschreibung einbezogen. Jetzt beginnt ein Behördenweg bei dem wohl letztendlich die wirtschaftliche Begründung einer solchen Maßnahme der Artenschutz und Leben hütenden Seite gegenüber stehen werden. Erfreulich wäre es, wenn schlußendlich Einsicht Einkehr hielte und ein derartig Zukunftszerstörerisches Verhalten nicht mehr so leicht von der Hand ginge.
